PresseZitat aus der Online Zeitung AK-Kurier:
(http://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/56120-gelungene-premiere-fuer-die-buehnenmaeuse)

Gelungene Premiere für die Bühnenmäuse

Nach „Funny Money“ und „Out of Order – Außer Kontrolle“ brachten die Wissener Bühnenmäuse nun das dritte Stück des britischen Komödienautors Ray Cooney auf die Bühne. Mit „Taxi Taxi“ sind sie noch bis zum 26. März im katholischen Pfarrheim in Wissen zu sehen – ein großer Spaß mit einer gehörigen Portion Chaos wartet auf die Zuschauer.

Stanley (Thomas Wasner) und John (Jens Wöllner) verstricken sich immer mehr in ihren Lügen und die Polizeiinspektorin (Jana Steingrüber) ermittelt. Fotos: Regina Steinhauer

Wissen. John Miller ist ein ganz normaler Mann, auffallend unauffällig eben. Das meinen sogar seine beiden Ehefrauen Mary und Linda. Ja, sie lesen richtig. John Miller führt ein Doppelleben und konnte dies bisher ganz gut vor seinen Gattinnen geheim halten. Das geht so lange gut, bis John in einen Unfall verwickelt wird. Sein akribisch geführter Stundenplan gerät komplett durcheinander und sein bisher so gut getarntes Doppelleben droht aufzufliegen. Gleich zwei Polizisten, aus jedem seiner beiden Wohnorte, sind ihm auf den Fersen.

Zum Glück hat John seinen Freund und Nachbarn Stanley zur Seite, der mal als Farmer und mal als schwuler Freund herhalten muss. Ein ausgeklügeltes Lügengespinst nimmt seinen Lauf und am Ende ist das Chaos groß. Die beiden Polizisten können nur wenig Licht ins Dunkel bringen und Johns Ehefrauen Linda und Mary sind kurz davor durchzudrehen.

An dieser Stelle soll allerdings noch nicht zu viel verraten werden: die Bühnenmäuse spielen schließlich noch bis zum 26. März im Jugendheim und alle, die jetzt auf eine Auflösung der ganzen Verwirrungen warten, können das noch Spektakel live miterleben. Karten gibt es im Buchladen Wissen, bei Büro Aktuell Hoffmann und an der Abendkasse.

Für Jana Steingrüber war es eine Premiere im doppelten Sinn: Der Neuzugang des Ensembles stand zum ersten Mal für die Bühnenmäuse auf der Bühne und überzeugte auf ganzer Linie. Als resolute Polizeiinspektorin versucht sie dem Treiben auf die Schliche zu kommen und scheint als einzige einen halbwegs kühlen Kopf zu bewahren.
Auch die altbekannten Gesichter konnten wieder in ihren Rollen glänzen. Für Sigrun Hundhausen, alias Mary Miller, war es der erste Auftritt nach einer Auszeit, in der sie neue Energie für die Bühne tanken konnte. Harald Heidemann brillierte als homosexueller Obermieter, Thomas Wasner spielte den hilfsbereiten Schmarotzer Stanley und Jens Wöllner hatte als John Miller alle Hände voll zu tun, sein Image als sauberer Taxifahrer aufrecht zu erhalten. Weiterhin zu sehen waren Nikolaus Rausch als Polizeiinspektor, Barbara Heer als Linda Miller und Ingemarie Geimer als Journalistin und Souffleuse. Das Publikum würdigte das „starke Stück“ mit stehenden Ovationen und Szenenapplaus. (rst)

 

Hier ein Zitat aus der RHEIN ZEITUNG die unsere Aufführungen wie folgt würdigte:

 

Theaterpremiere:

Bühnenmäuse fahren „Taxi, Taxi“

Wissen. Mit seinem Doppelleben und zwei Ehefrauen chauffiert sich ein Taxifahrer ins turbulente Chaos. Wie komödiantisch das aussehen kann, zeigen die Wissener Bühnenmäuse mit ihrem neuesten Stück „Taxi, Taxi“.

Noch glaubt Taxifahrer John Miller (Jens Wöllner, Mitte), die Situation meistern zu können. In dieser Szene stehen ihm Jana Steingrüber (links) und Sigrun Hundhausen zur Seite.

Noch glaubt Taxifahrer John Miller (Jens Wöllner, Mitte), die Situation meistern zu können. In dieser Szene stehen ihm Jana Steingrüber (links) und Sigrun Hundhausen zur Seite.
Foto: Thomas Hoffmann
 

Im katholischen Pfarrheim erntete die Laienschauspielgruppe viel Beifall für ihre Bühnenpremiere der furiosen Komödie aus der Feder des englischen Autors Ray Cooney. Im Mittelpunkt steht Taxichauffeur John Miller (Jens Wöllner), der sowohl Mary (Sigrun Hundhausen) als auch Linda (Barbara Heer) ewige Treue versprochen hat. Das Chaos nimmt seinen Lauf, als Miller einer älteren Passantin in Not hilft und die Presse in Person einer penetranten Journalistin (Ingemarie Geimer) auf ihn aufmerksam wird. Der von den Medien zum Helden stilisierte Taxifahrer hatte in der Folgezeit alle Hände voll zu tun, um sein Doppelleben zu verschleiern. Ob es Inspektor Porterhouse (Niko Rausch) oder die Inspektorin Kingsley (Jana Steingrüber) sind, die den dubiosen Fall um den bei seinem Hilfseinsatz verletzten Taxifahrer aufklären wollen, die beiden Ehefrauen Mary und Linda, die nichts voneinander wissen, oder Freund Stanley (Thomas Wasner) – alle tragen dazu bei, dass die Turbulenzen von Minute zu Minute zunehmen und die Zwerchfelle der Zuschauer ein ums andere Mal arg strapaziert werden.

Taxifahrer Miller greift derweil zu immer drastischeren Mitteln. Ob er Telefonanrufe manipuliert oder sogar eine Zeitung vor den lachenden Zuschauern aufisst, nichts ist ihm zu mühsam, um sein aus den Fugen geratenes Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Die Ausreden wurden immer absurder, die Situationskomik immer abstruser, bis hin zu dem Punkt, an dem die Ehefrauen sowohl John Miller als auch Stanley Gardener und sogar Inspektor Porterhouse verdächtigten, einer homosexuellen Gemeinschaft mit bizarren Vorlieben anzugehören. Dieser Eindruck wird zu allem Überfluss noch verstärkt durch den als neuen Mieter eingezogenen Bobby Franklin (Harald Heidemann), der tatsächlich mit seinem Liebhaber zusammenlebt und durch seine zahlreichen Besuche und mit viel Hüftschwung den Eindruck verstärkt, dass „John das Ufer gewechselt“ habe. Erst ganz zum Schluss wendet sich das Blatt und John bekennt sich zu seiner „neuen Liebe“….

Dass es nach diesem unerwarteten Finale tosenden Applaus der etwa 160 Zuschauer gab, war mehr als verdient. Die Protagonisten auf der Bühne, allen voran Jens Wöllner, hatten mit Körpereinsatz, Sprachwitz und deutlich spürbarer Spielfreude buchstäblich alles gegeben, um bei ihrem Publikum wahre Lachanfälle zu provozieren. Deutlich war in den Gesichtern der begeisterten Zuschauer abzulesen, wie sehr dies dem Ensemble gelungen war. So gab es auch anschließend noch viele anerkennende Worte. Anja Asbach aus Birken-Honigsessen zum Beispiel war sich sicher: „Ich war dieses Jahr das erste Mal hier, aber sicher nicht das letzte Mal“, und Gerda Nemsch brachte es auf den Punkt: „Das war wunderschön, das hat richtig Spaß gemacht“.

Auch die Bühnenmäuse zeigten sich nach der gelungenen Premiere fröhlich und zufrieden. „Wenn wir das Publikum zum Lachen bringen, so ist das der schönste Lohn, den wir erhalten können“, sagte Nikolaus Rausch – eine Aussage, die umso mehr an Bedeutung gewinnt, weil die Einnahmen aus den Vorführungen dem Erhalt des Pfarrheims und anderen karitativen Zwecken zugute kommen. hot